Bilder 2017

1.EMFV Counter-IED-Course 2017

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Resümee

Vom 14.17.2017-16.07.2017 war der EMFV zu Gast bei der Thüringer Feuerwerkerschule. Insgesamt 17 EMFV Mitglieder, einige davon sind Beamte von Dienststellen, reisten zum 1. EMFV - Counter-IED-Course nach Körner/Thüringen. Quartier wurde im RISO-Hotel im benachbarten Schlotheim bezogen, wo uns saubere Zimmer und ein sehr gutes Frühstücksbüfett auf den Lehrgang einstimmten.

Der Counter - IED - Course selbst war in sechs Abschnitte gegliedert:

1. Erkennen von improvisierten Spreng- und Brandvorrichtungen (IED -Improvised Explosive Device)
2. Wirkungsweisen improvisierter Spreng- und Brandvorrichtungen (IED -Improvised Explosive Device) und von verschiedenen Feuerwerkskörpern
3. Arten von Minen und durchsuchen eines Ausbildungs-Minenlehrpfades mit verschiedenen Hilfsmitteln
4. Schießen mit verschiedenen Handwaffen
5. Besuch der Konzentrationslagers "Mittelbau DORA" nahe Mühlhausen
6. Kameradschaftspflege.

Den 1.EMFV Counter-IED-Course eröffnete Adi (alter Gebirgspionier-Oberfeldwebel) mit einer fingierten kleinen Sprengung, welche die an einer Hausmauer angebrachte EMFV Flagge entrollte, anhand einer alten historischen, aber voll funktionsfähigen Zündmaschine.

Doch bevor es an die Praxis ging, erfolgte durch den Leiter der Feuerwerkerschule Sven Schrader und seinem Ausbilder Marcel eine umfangreiche Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen des Sprengstoffgesetzes. In der praktischen Ausbildung durchsuchten die Lehrgangsteilnehmer dann u.a. einen mit improvisierten
Spreng- und Zündmitteln versehenen Personenkraftwagen. Anschließend ging es ins Gelände und es folgten durch die anwesenden Sprengmeister der Thüringischen Feuerwerkerschule Demonstrationen von verschiedenen Wirkungsweisen von Sprengkapseln, Sprengstoffen und pyrotechnischen Feuerwerkskörper.

Am Freitag Abend wurde in der nahe gelegenen Schießstätte des Schützenvereins Schlotheim mit verschiedenen Lang- und Kurzwaffen geschossen. In der Schule
wurde zwischenzeitlich im eigenen Backhaus ein Spanferkel für uns gegrillt und dazu köstliches Faßbier kredenzt.

Am Samstag Abend erfolgt im Weinkeller einer nahe gelegenen Gastwirtschaft bei einem hervorragenden kalten Buffet die Ausgabe der Lehrgangs- und Militär-Schiessurkunden und ein interessanter Lehrvortrag über die Scharfschützenwaffen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR.

Am Sonntag früh ging es dann nach einem reichlichen Frühstück mit einem extra bestellten Bus nach Nordhausen, zum Besuch der KZ Gedenkstätte "Mittelbau DORA". Ein eigens dafür engagierter und sehr kompetenter Museumsführer ließ uns Einblick nehmen in die damalige Produktionsstätte der Flugraketen des Dritten Reiches V1 und V 2, welche dort im weit verzweigten Stollenwerk des Kohnsteins vom August 1943 bis März 1945 (sowie darüber hinaus durch die Siegermächte) gefertigt wurden. Über 60 000 Häftlinge wurde in das KZ Mittelbau Dora verschleppt. Insgesamt 13.000 Häftlinge kamen laut SS Akten ums Leben. Nicht hinzugerechnet sind die ca. 13.000 Toten, welche bei der Befreiung durch die US Streitkräfte vorgefunden wurden, sowie schätzungsweise über 20.000 Tote, welche die Häftlingstransporte zum KZ Mittelwerk Dora nicht überlebten.

Nach der Rückkehr in die Feuerwerkerschule erwartete uns ein von den Frauen der Feuerwerker hervorragend gebackene Kuchen, und so klang dieses außergewöhnlich interessante Wochenende bei Kaffee und Kuchen aus.

Unser besonderer Dank gilt dem Leiter der Thüringer Feuerwerkerschule Sven Schrader und seinem hervorragenden Sprengmeisterteam.

Mit kameradschaftlichem Horrido und Glück-ab
Adi