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Resümee 1.Paratroopermeeting in Stendal
Gemeldet 215 Springer
Erschienen 129 Springer
Nachgemeldet 15 Springer
Gesamt auf dem Platz 144
Sehr durchwachsenes Wetter war wahrscheinlich daran Schuld, dass einige Kameraden gar nicht erst angereist waren. Die aber da waren, erlebten einen Tag, der eingebettet in ein Flugplatzfest des Verkehrslandeplatzes Stendal Borstel, gespickt mit Flugvorführungen, fliegenden und knatternder Modellflugzeugen und immer wieder Fallschirmspringern am Himmel.
Alle Teilnehmer an unserem Treffen nutzten die gebotene Möglichkeiten zum Fallschirmsprung aus der An-28 oder aus der Ju 52. Sie kamen aus vielen europäischen Ländern sowie Nord- und Mittelamerika, dank auch der Kameraden des EMFV, die zahlreich vertreten waren.
Wir hatten ungarische Offiziere am Platz, Soldaten der 6. Brigade Sturmowa „Stanislaw Sosabowski“ der polnischen Armee, Angehörige der russischen Speznas, ein kleines Airborn Detatchment der tschechischen Streitkräfte, norwegische und dänische Soldaten, aus Frankreich waren Marinefallschirmspringer anwesend, natürlich Österreicher und Schweizer, britische Paratroopers waren dabei und sprangen bei uns, wie Soldaten aus Nicaragua (mit Damenbesetzung), aus den USA, Italien, Griechenland, sowie Soldaten aus fallschirmspringender Einheiten der Bundeswehr und der NVA.
Für uns als Ausrichter dieser Veranstaltung war sehr erfreulich, dass sehr viele ehemalige Fallschirmjäger der NVA, also des Fallschirmjägerbataillons – 40 bzw. des Luftsturmregimentes – 40 anwesend waren, am Fallschirmsprungdienst teilnahmen und auch über Nacht blieben. Natürlich gaben sich auch viele nur als Tagesgäste mit Frau, Kind und Hund die Ehre. Es war immer ein tolles „Hallo“ und Umarmen auf dem Platz.
Sehr angenehm war das Auftreten des Oberbürgermeisters von Stendal, der die Schirmherrschaft über unsere Veranstaltung übernommen hatte. Herr K. Schmotz hielt sich über 60 Minuten bei uns Fallschirmjägern auf. Er stieg in jede unserer Absetzmaschinen, sprach mit vielen Soldaten, teilweise in der jeweiligen Landessprache. „Er sei tief beeindruckt“ so äußerte er sich „über die erlebte Kameradschaft zwischen Soldaten unterschiedlicher Nationen. Er, als ehemaliger Oberstleutnant in den bewaffneten Kräften der DDR wisse, worüber er redet.“
Neben dem gemeinsamen Erlebnis Fallschirmspringen, traf man sich am Tage bei Kaffee und Selter vor allem zum kameradschaftlichen Gesprächen, zur Not auch mit Händen und Füßen – man verstand sich.
Der Sonnabend klang aus im Festzelt, bei Lifemusik, kühlem Bier und freundschaftlichem Schultergeklopfen verbunden mit dem Versprechen und der Aussage, das man niemals aufeinander schießen wolle und es doch so – „Prost“ – viel besser sei.
Kuhnt Immobilien
Kastanienallee 11
D-15345 Eggersdorf
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Hier der Bericht eines Teilnehmers:
Das 1st International Paratrooper Reunion...
...wurde in Stendal-Borstel von der IG Fallschirmjäger im Fallschirmjäger- Traditionsverband-Ost e. V. ausgerichtet. Initiator Klaus-Dieter Krug war früher FJB- 40-Kommandeur der DDR. Unter den Organisatoren auch die EMFV- Mitglieder Jörg Kuhnt und Bernd Ludewig. An der Wiege der deutschen Fallschirmjäger trafen sich 20 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ mehr als hundert ehemaliger und aktiver Springer – von Lehnin bis Altenstadt, von Moskau bis Washington. Dabei eine deutsch-österreichische Delegation des Europäischen Militär-Fallschirmsprungverbandes e. V. – zehn Lizenz-Springer unter blauer Verbandsfahne. Anhaltendes Schlechtwetter ließ Sprungbetrieb nur am Samstag und Sonntag in wenigen Wolkenlücken bei starkem Wind zu. Unfälle gab es keine, dafür ein paar spektakuläre Landungen und eine sehenswerte Airshow mit echten und Modellflugzeugen. Größte Attraktion war die originale JU-52. Zum Leidwesen aller ließen die Eigner aus Angst vor Beschädigungen durch Aufziehleinen die offerierten Automaten-Absprünge aus ihr nicht zu, nur teuer zu bezahlende Freifallsprünge. Unter den wenigen Glücklichen unser Martin Einhauser; er absolvierte aus der „guten alten Tante JU“ seinen 500. Sprung. Die steigstarke AN-28 war aber auch nicht übel. Am Abend live die laute, original-uralte Ost-Band „Sputniks“ mit Klasse-Gitarren- Riffs. Den aktiven Springern wurde das Sprungabzeichen des FJTV Ost e. V., welches dem NVA-Sprungabzeichen nachempfunden ist, verliehen. All das ließ über einige Organisationsmängel und die etwas schmale Kost hinwegsehen. Letztere ergänzten wir selbst versorgend. Danke, Andrea! Stets fand sich unter unserem Pavillondach eine gute Runde Kameraden zusammen. Die Gespräche und der Spaß, den wir gemeinsam machten und hatten, stärkten einmal mehr unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Von dem zehren wir bis zum nächsten Treffen. Und bis dahin sind alle Schirme, Zelte und Kleidungsstücke auch wieder getrocknet. Um die europäische Verständigung ebenfalls in „trockene Tücher“ zu bekommen, wird der EMFV weiter daran mitwirken getreu dem Vermächtnis unserer toten Kameraden aller Nationen: „Wir gedenken Ihrer und leben in der Hoffnung auf Verständigung mit allen Völkern und Frieden auf der Welt“. Schlussbemerkung: in zwei Jahren soll 2nd IPR mit einer besseren Organisation, allerdings ohne die „alte Tante JU“, und bei bestem „blue sky“ stattfinden. B.-R. Lehmann
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